1.3. Pädophilie

Auszugs-Entwurf - GGPD-Bundes-Programm: Punkt 1.3.

Unter dem Arbeitsschwerpunkt „1.3. Pädophile“ haben wir am 17.6. im Jahre 2013 unsere vorerstigen 13 Aufgaben und Ziele definiert, die wir künftig gesellschaftsfähig machen und politisch umsetzen werden.
Die Sexualwissenschaft konnte bis heute – und wird auch künftig – nichts Gegenteiliges als Grund für Krankheit, Störung oder andersartige Scheingründe wie Pathologisierung oder Psychiatrisierung finden und somit ist die Pädophilie als eigenständige sexuelle naturgegebene Orientierung zu sehen, die es schon immer gab und immer geben wird.
Wir möchten der Leserschaft ehrliches Wissen um die Sache nicht in Zweifel ziehen, aber wir bitten um freundliche Beachtung, daß wir Pädophile nicht mit „Kinderschänder“ gleichsetzen.

  • 1.3.1. Eine neue, nicht emotional geladene, sondern sachlich geführte und fachlich fundierte Diskussion über Pädophilie als schon immer existentem gesellschaftlichem Phänomen muß in der Öffentlichkeit und in der Politik angeschoben werden, denn Pädophilie ist auf keinem Fall mit den leider auch vorkommenden, nicht einvernehmlichen Kontakten zwischen Aufwachsenden und Erwachsenen gleichzusetzen, die zu Recht bestraft werden. Es steht außer Frage, daß die Nichteinvernehmlichkeit, wie sie auch unter Erwachsenen vorkommt, genauso bestraft wird, wie alle anderen unter Zwang vollführten – auch sexuellen – Handlungen.
  • 1.3.2. Die Gesellschaft muß einen sachgerechten, libertären und realitätsbezogenen Umgang mit pädophil empfindenden Menschen anstreben, so wie es in der Nach-68er-Bewegung schon einmal der Fall war. Kinder und Jugendliche müssen im Bewußtsein ihrer Rechte gestärkt werden, auch in dem Recht, daß sie darüber entscheiden, inwieweit und in welcher Form sie körperliche Nähe - in welcher Form auch immer - zulassen.
  • 1.3.3. Pädophilen muß es ermöglicht werden, öffentlich zu ihrer geistigen und sexuellen Orientierung zu stehen, ohne befürchten zu müssen, schikaniert, geächtet und gesetzlich verfolgt zu werden. Wie jede andere gesellschaftliche Minderheit oder Interessengemeinschaft darf ihnen das verfassungsgemäße Recht, sich zu versammeln, zu organisieren und sich öffentlich zu äußern, nicht verweigert werden.
  • 1.3.4. Die Strafverfolgung des Besitzes von erotischen Darstellungen Aufwachsender muß nicht nur sofort revidiert, sondern von der Legislative ersatzlos gestrichen werden.
  • 1.3.5. Ein offener und vorurteilsfreier Umgang mit pädophil empfindenden Menschen muß angestrebt werden, da es der Gesellschaft und dem Schutz der Kinder zu Gute käme.
  • 1.3.6. Beiderseits gewünschte einvernehmliche Beziehungen unter und zwischen Aufwachsenden und Erwachsenen dürfen nicht länger unter Strafe gestellt werden, sondern sie sind unabdingbare Menschenrechte, die von keinem Gesetz dieser Welt unterbunden werden dürfen.
  • 1.3.7. Aufwachsenden (nicht im Sinne § 1 Abs. 2 JGG*) und Pädophilen sind diese unveräußerlichen Menschenrechte nicht vorzuenthalten – besonders ihr Recht auf Freiheit, Selbstbestimmung, Persönlichkeitsentfaltung sowie der Gleichstellung und Gleichberechtigung.
  • 1.3.8. Verleumdung, Diffamierung und Volksverhetzung gegenüber allen sexuellen Minderheiten müssen mit den bereits bestehenden Strafgesetzen konsequent verfolgt werden.
  • 1.3.9. Pädophilie ist keine Krankheit, keine „Störung der Sexualpräferenz“, sondern eine spezielle Gesundheit – und deshalb nicht „heilbar“. Pädophilie muß dringend aus den klinischen Diagnosemanualen der UN gestrichen werden. Pädophil empfindende Menschen dürfen nicht länger als „psychosexuell Erkrankte“ zu Therapien gezwungen werden. Pädophilie ist als eigenständige sexuelle Orientierung zu werten, die es schon immer gab und geben wird. Sie reiht sich somit in die anderen Formen des zwischenmenschlichen Zusammenlebens, wie der Homo-, Bi-, Trans- und weiterer Arten von Sexualitäten, ein.
  • 1.3.10. Die gesamte menschliche Sexualität muß als essentieller Teil menschlichen Erlebens begriffen werden, der sich während verschiedener Alters- und Lebensphasen individuell ausdrückt.
  • 1.3.11. Die Menschenrechte gelten uneingeschränkt auch für Kinder und Jugendliche. Diese haben ebenso das Recht, Ja oder Nein zu sexuellen Kontakten zu sagen – welcher Art, zu wem und in welcher Ausrichtung auch immer.
  • 1.3.12. Das gesonderte Sexualstrafrecht (Dreizehnter Abschnitt des StGB: "Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung") muß kompromißlos aufgehoben werden. Die dort aufgeführten Straftaten, sofern es um Gewalt und Verletzung des Selbstbestimmungsrechts geht, werden bereits durch Strafnormen in anderen Abschnitten des Strafgesetzbuches abgedeckt. Einer Sonderbehandlung der Sexualität im Strafrecht bedarf es nicht. Das dies geht, zeigen die bereits abgeschafften §§ 175, 180b, und 181 des 13. Abschnitt des Strafgesetzbuches.
  • 1.3.13. Die Schaffung gesetzlicher Vorschriften für den Diskriminierungsschutz von Pädophilen ist einzuführen, so wie das für Homo- und Transsexuelle und weiteren Minderheiten seit langem festgeschrieben ist.

>>> Öffentliche Bekanntgabe des Entwurfs am 17.06.2013 für das
GGPD-Bundesprogramm zur Europawahl am 25. Mai 2014
Änderungen vorbehalten <<<

Alle Punkte werden weiter ausgearbeitet.
Eine kleine detailliertere Gesamt-Programmübersicht ist >>> hier... zu finden.