1.2. Homosexuelle

Auszugs-Entwurf - GGPD-Bundes-Programm: Punkt 1.2.

Auch wenn es heute den Anschein hat, daß heute Schwule und Lesben in der Gesellschaft angekommen sind, so mag das auch im Groben stimmen, aber eben noch nicht in allen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens sowie des zwischenmenschlichen Miteinanders.
Die GGPD hat es sich – unabhängig von bestehenden schwul-lesbischen Strukturen – deshalb zur Aufgabe gemacht, hier anzusetzen und sich künftig für folgende Aufgaben und Ziele stark zu machen.

  • 1.2.1. Schwule und Lesben brauchen eine oder mehrere unabhängige Interessenvertretung/en, die auch unterschiedliche Meinungen zulassen, die die Vielseitigkeiten der Menschen berücksichtigen und die nicht unbedingt dem einzigen in Deutschland existierenden Schwulen- und Lesbenverband hörig sind, der wiederum alle und alles nur in eine Schublade steckt.
  • 1.2.2. Homosexuelle sollen in ihrer Buntheit berücksichtigt werden, die nicht nur aus CSD, nicht nur aus Sex bis zum Abwinken, die nicht nur aus angeblich ständig wechselnden Partnerschaften und die eben nicht nur aus der linken Politik des zentralistisch grün-geführten Einheitsverband (L)SVD besteht.
  • 1.2.3. Ihnen muß ein generelles Mitspracherecht auf allen Gebieten eingeräumt werden und jegliche Diskriminierung abgebaut werden. Das Zulassen der Homo-Ehe schafft noch lange nicht auch die Gleichberechtigung mit den Mitmenschen, die den Bund der Ehe eingegangen sind.

Bundestags-Petition mit 6.000 Unterschriften

Das Rosa Archiv Leipzig organsierte 2012/13 dieses Gesuch zwecks Rehabilitierung und Entschädigung aller Opfer des Paragraph 175

  • 1.2.4. Das Verbot zum Blutspenden für Schwule muß unbedingt aufgehoben werden, denn das derzeitige Verbot für alle Schwulen ist diskriminierend. Im Blutspendeaufnahmeformular ist der Passus ersatzlos zu streichen, der die sexuelle Orientierung angibt.
  • 1.2.5. Schwule und Lesben sind in die gesellschaftlichen, staatlichen und wirtschaftlichen Aufsichtsräte wie Rundfunkräte, Personalräte usw. aufzunehmen.
  • 1.2.6. Im öffentlichen und staatlich geförderten Sport sollten Schwule und Lesben sichtbarer sein, damit Heranwachsende auch auf diesem Gebiet Vorbilder und Leitfiguren haben können.
  • 1.2.7. Gleichberechtigung definiert sich nicht allein über zustehende Rechte, sondern insbesondere durch die gesellschaftliche Teilhabe, die Anerkennung und letztlich der Respekt.
  • 1.2.8. Der allgemeinen Öffentlichkeit ist zu vermitteln, daß Homosexualität – aber auch andere sexuelle Orientierungen – nichts Besonderes ist, sondern sie genauso naturgemäß und „normal“ ist wie Heterosexualität.. > 1.2.8.1. Aufklärungsprogramme stärken nicht nur das eigene Selbstbewußtsein und die Öffentlichkeit wird informiert, sondern mit diesen wird die Gesellschaft auch aufgeklärter und selbstbewußter. > 1.2.8.2. Aktionspläne helfen gegen heimliche Homophobie und vor allem auch der Homophobie in den eigenen Reihen, die nicht verschwiegen werden kann.
  • 1.2.9. Schwule und Lesben brauchen keine einseitige Lobby, die mehr fordert als für jeden anderen Menschen. Sie brauchen eine Lobby, die Lobby unnötig macht.
  • 1.2.10. Gerade bei den sozial schwachen , behinderten und gesellschaftlich benachteiligten Schwulen und Lesben setzen wir auf Selbstverantwortlichkeit der Mitmenschen. > 1.2.10.1. Behinderte Schwule und Lesben müssen nach allen bestehenden Möglichkeiten selbst bestimmten können, brauchen ein uneingeschränktes Wahlrecht, einen Anspruch auf Selbstversorgung. > 1.2.10.2. Bei chronisch Kranken Schwulen, Lesben und anderen Minoritäten ist es der besondere Aufwand, der zu unberücksichtigt ist und mit staatlicher Unterstützung zu gewährleisten ist. Mehrkosten für Zuzahlungen, Medikamente, Hilfsmittel, Ausgaben für Bürokratie, Anträge und Behördengänge sollen von öffentlichen Trägern übernommen oder von Personen getätigt werden, die dann auch finanziell zu entschädigen sind. > 1.2.10.3. Ein zusätzliches Budget sowie Sondertarife für Versicherungen, der Wegfall des Ausschlusses aus privaten Vorsorgeversicherungen etc. sind weitere Punkte, die der Klärung bedürfen.
  • 1.2.11. Die Solidarität mit jedem Mitmenschen muß als Grundprinzip unserer Gesellschaft vor jeder Unterwanderung geschützt werden.
  • 1.2.12. Gesetzliche Anerkennung nicht nur aller schwulen und lesbischen Gemeinschaften/Partnerschaften, die sich außerhalb der Homo-Ehe zusammenleben und eben das LPartG (siehe 1.1.) oder die reguläre Hetero-Ehe strickt ablehnen. Das gilt auch für alle anderen in dieser Frage benachteiligten Mitbürger. !!! Weg mit dem LPartG und her mit dem GPartG. !!!
  • 1.2.13. Antidiskriminierungsverboten sind zu schaffen, um beispielsweise sogenannten Homo-Heilern das Handwerk zu legen, die Jugendlichen und Erwachsenen versprechen, sie „umpolen“ zu können.
 

>>> Öffentliche Bekanntgabe des Entwurfs am 13.06.2013 für das
GGPD-Bundesprogramm zur Europawahl am 25. Mai 2014
Änderungen vorbehalten <<<

Alle Punkte werden weiter ausgearbeitet.
Eine kleine detailliertere Gesamt-Programmübersicht ist >>> hier... zu finden.